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Die Reform der Grundsteuer im Überblick

Darum betrifft Sie die Reform der Grundsteuer

Alle Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundbesitz in Deutschland müssen bis zum 31. Oktober 2022 eine Erklärung beim zuständigen Finanzamt einreichen und darin Angaben über ihren Grundbesitz machen. Mit diesen übermittelten Daten wird ab 2025 von den Kommunen eine neue Grundsteuer erhoben, die zu einer gerechteren Besteuerung führen soll.

 

Die Grundsteuerreform ist aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts aus 2018 notwendig geworden. Darin hat das Gericht entschieden, dass die Grundsteuer, wie sie bisher erhoben wird, verfassungswidrig ist, weil sie aus Einheitswerten berechnet wird, die in den alten Bundesländern aus dem Jahr 1964 und in den neuen Bundesländern aus dem Jahr 1935 stammen. Die ermittelten Werte spiegeln daher laut Gericht nicht den tatsächlichen Verkehrswert der Grundstücke wieder, so dass es zu einer ungleichen Besteuerung der Eigentümerinnen und Eigentümer kommt.

 

Dies macht eine Neubewertung aller Grundstücke in Deutschland erforderlich, so dass alle Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer zur Abgabe einer Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts verpflichtend aufgefordert sind.

Die wichtigsten Fakten über die Grundsteuer

Grundsätzlich gilt die Grundsteuer A für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, die Grundsteuer B für betriebliche und private Grundstücke und die neu geschaffene Grundsteuer C für baureife, unbebaute Grundstücke.

 

Die wesentliche Struktur der Grundsteuer hat sich mit der Reform nicht geändert. Das bedeutet, dass Grundstücke zuerst bewertet werden. Dies erfolgt nun anhand eines zu ermittelnden Ertragswertes, der sich an dem möglichen Mietertrag einer Wohnimmobilie orientiert, bzw. mittels eines vereinfachten Sachwertverfahrens bei sogenannten Nichtwohngrundstücken. Für die Berechnung sind u.a. Angaben über den Bodenrichtwert, die Grundstücksfläche und das Baujahr des Gebäudes, sowie bei Wohngrundstücken über statistische Miethöhen erforderlich. Der so ermittelte Grundstückswert wird dann mit einer Steuermesszahl multipliziert, wodurch sich der Grundsteuermessbetrag ergibt. Dieser Betrag wird wiederum mit dem Hebesatz der jeweiligen Kommune multipliziert, die dann die Grundsteuer ermittelt, die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer zu entrichten haben.

 

Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Saarland und Sachsen haben eine gesetzlich vorgesehene Öffnungsklausel genutzt und ein eigenes, bzw. abweichendes Modell entwickelt.

Wie hat das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung begründet?

Wie hat das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung begründet?

Das Bundesverfassungsgericht hat das derzeitige System der Bewertung von Grundstücken für die Zwecke der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt. Die aktuelle Bewertung führe zu starken steuerlichen Ungleichbehandlungen, da sich die Werte von Grundstücken und Gebäuden in den letzten Jahrzehnten sehr unterschiedlich entwickelt hätten, was aber aufgrund des Rückgriffs auf veraltete Einheitswerte nicht berücksichtigt werde. Daher werde gegen das im Grundgesetz verankerte Gebot der Gleichbehandlung verstoßen.

Was will der Gesetzgeber ändern?

Was will der Gesetzgeber ändern?

Die neue Grundsteuer soll verfassungskonform, rechtssicher und vor allem zeitgemäß sein. Dabei soll sie den Kommunen als verlässliche Einnahmequelle erhalten bleiben. Vor allem aber soll der Steuerpflichtige nicht wesentlich mehr zahlen als vorher. Ob diese Quadratur des Kreises gelingt, wird sich zeigen. Die neu berechnete Grundsteuer wird ab dem Jahr 2025 zu zahlen sein.

Wie genau unterscheidet sich die neue Besteuerung von der bisherigen?

Wie genau unterscheidet sich die neue Besteuerung von der bisherigen?

Wie bisher orientiert sich auch das neue System am Grundstückswert, einer Steuermesszahl und am Hebesatz der Gemeinden.
 Neu ist, dass für Wohngrundstücke der mögliche Mietertrag für die Berechnung maßgeblich und nur noch in Ausnahmefällen der Sachwert relevant ist. Durch die regelmäßige Aktualisierung des möglichen Mietertrages sollen Wertsteigerungen zukünftig angemessen berücksichtigt werden.

Die Erstellung und Abgabe der Feststellungserklärung

Die Erstellung und Abgabe der Feststellungserklärung

In den meisten Bundesländern, so z.B. in Nordrhein-Westfalen, sollen alle Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer ein Informationsschreiben darüber erhalten, dass bis zum 31.10.2022 eine Feststellungserklärung abzugeben ist. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist es jedoch sinnvoll, die Erstellung und Abgabe der Feststellungserklärung in professionelle Hände zu geben. Die Steuerlotsen übernehmen die vollständige Abwicklung für Sie, egal ob Sie bereits unser Mandant sind oder nicht.

 

In den Bundesländern, in denen für die Berechnung der Grundsteuer das Bundesmodell gilt, sind für die Erstellung der Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwertes für jedes Grundstück die Grundbuchdaten wie Adresse, Flurnummer und Grundstücksfläche, die Art der Nutzung, der Bodenrichtwert, die Wohnfläche, die Art der Immobilie, das Baujahr und die Zahl der Wohnungen und Garagen bzw. Stellplätze notwendig. Bei Nichtwohngrundstücken sind u.a. der Bodenrichtwert, die Grundstücksfläche, die Nominalherstellungskosten und die Grundstücksart maßgeblich.

 

Über unser Kontaktformular können Sie jederzeit mit uns in Verbindung treten und uns auch schon weitere Informationen über Ihr Grundstück bzw. Ihre Immobilie mitteilen, insbesondere wenn Sie noch nicht unser Mandant sind.


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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum ändert sich die Berechnung der Grundsteuer?

Was ändert sich bei der Berechnung der Grundsteuer?

Bis wann müssen die Erklärungen zur Feststellung des Grundsteuerwertes abgegeben sein?

Welche Unterlagen sind für die Erstellung der Erklärung erforderlich?

Muss ich die Erklärung selber anfertigen?

Was kostet es, wenn ich die Erklärung erstellen lasse?